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Ich habe meine Steuer gemacht — und erst später gemerkt, warum

Was das hier ist: meine eigene Erfahrung. Kein medizinischer Rat und keine Ernährungsempfehlung — ich bin Entwickler, nicht Arzt. Was bei mir so war, muss bei dir gar nichts heißen. Und RecTake ist kein Medizinprodukt.

Es gibt eine Aufgabe, die ich jedes Jahr vor mir hergeschoben habe: die Steuererklärung. Nicht weil sie schwer ist. Sondern weil sie da ist, jeden Tag ein bisschen, und ich jeden Tag einen Grund gefunden habe, heute nicht.

Irgendwann habe ich mich hingesetzt und sie gemacht. Einfach so, an einem Stück. Und danach habe ich nicht aufgehört.

Was plötzlich ging

  • Liegengebliebenes. Dinge, an denen ich seit Wochen „bald“ weitermachen wollte, habe ich weitergemacht.
  • Der Haushalt. Ich habe deutlich mehr gemacht und mehr mitgeholfen, ohne dass mich jemand darum bitten musste.
  • Das Aufschieben. Es ging stark zurück. Nicht auf null, aber so weit, dass es mir hinterher aufgefallen ist.

Das Merkwürdige: Damals habe ich davon nichts gemerkt. Es hat sich nicht angefühlt wie eine Veränderung. Es hat sich angefühlt wie ganz normale Tage, an denen eben mehr ging. Gute Tage fallen nicht auf. Man fragt sich nicht, warum es läuft — man fragt sich nur, warum es nicht läuft.

Was sich zur selben Zeit geändert hatte

Erst im Rückblick habe ich gesehen, dass ich in dieser Zeit anders gegessen hatte. Gesünder, mit mehr Eiweiß und weniger Kohlenhydraten. Und ich hatte mehr Wasser getrunken — die unspektakulärste Änderung von allen. Wie es dazu kam, steht in meinem ersten Beitrag.

Beides lag zeitlich übereinander: anders essen und plötzlich Dinge erledigen. Als ich das nebeneinander gesehen habe, war es schwer zu übersehen.

Ob es wirklich am Essen lag, weiß ich nicht. Ich habe mehrere Dinge gleichzeitig geändert, und vielleicht war es auch etwas ganz anderes: die Jahreszeit, weniger Stress, Zufall. Ich habe eine Stichprobe von eins — mich.

Warum ich es nicht selbst gesehen habe

Weil ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, was ich an einem Tag gegessen hatte. Frag mich am Donnerstag, was ich am Dienstag zu Mittag hatte, und ich rate.

Dazu kommt der Abstand. Was man mittags isst, zeigt sich — wenn überhaupt — am Nachmittag oder am nächsten Morgen. Kein Kopf verbindet das von selbst. Man wacht klarer auf und denkt „gut geschlafen“, nicht „ah, das Abendessen gestern“.

Daraus wurde die Frage hinter RecTake

Nicht „was soll ich essen“, sondern:

  • Woran liegt es wirklich, wenn ein Tag gut läuft?
  • Wie habe ich gegessen und getrunken, als ich mich klar und wach gefühlt habe?
  • Und was sollte ich eher lassen, weil danach immer dieselben schweren Tage kommen?

Diese Antworten kann mir keine App geben. Aber ohne Notizen kann ich sie mir auch selbst nicht geben. Also habe ich mir etwas gebaut, das mitschreibt: Man sagt, was man isst oder trinkt, die App fragt später von selbst, wie es einem geht, und nach ein paar Wochen steht beides nebeneinander — so wie im Beispielbericht.

Den Schluss daraus ziehe ich selbst. Die App zieht keinen.

Was ich daraus nicht schließe

  • Kein Rezept. Dass es mir so ging, heißt nicht, dass es dir so geht. Warum Körper so verschieden reagieren, steht in diesem Beitrag.
  • Keine Behandlung. Aufschieben hat viele Ursachen. Wenn es dich ernsthaft belastet, gehört das zu jemandem, der dafür ausgebildet ist — nicht auf den Teller.

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